Die Photodynamische Diagnostik ermöglicht das "Sichtbarmachen" von hellen Hautkrebs und dessen Vorstufen.
Zum "hellen Hautkrebs" zählen der sogenannte Stachelzellkrebs (Plattenepithelkarzinom), der Basalzelllkrebs (Basaliom) und die sogenannten Lichtschwielen (Aktinische Keratosen). Da die Ausdehnung der o.g. Tumoren häufig schwierig zu bestimmen ist, bietet die Photodynamische Diagnostik eine elegante Möglichkeit die genannten Tumoren zu markieren und sichtbar zu machen. In den meisten Fällen ist im selben Arbeitsgang auch die vollkommen narbenfreie Entfernung der Hauttumoren mittels der Photodynamischen Therapie möglich.
Bei der Photodynamischen Diagnostik wird die Haut mit einer Creme eingerieben (Metvix), deren Inhaltsstoff (Methyl-5-amino-4-oxopentanoat) in die Anteile der Haut eindringt, die Vorstufen oder bereits manifesten Hautkrebs aufweisen. Nach einer Eindringzeit von 3 Stunden kann der Inhaltsstoff mittels eines spezifischen UV-Lichtes sichtbar gemacht werden. Hierzu besitzen wir ein Gerät namens Dyaderm der Firma Biocam. Mit Hilfe des Dyaderm kann bei Tageslicht ein hochaufgelöstes digitales Foto von dem untersuchten Hautareal aufgenommen werden.
Mittels einer Fehlfarbedarstellung wird die Ausdehnung des Hauttumors exakt dargestellt. Da das menschliche Auge nur zur Unterscheidung begrenzter Grauschattierungen fähig ist, ermöglicht die Fehlfarbendarstellung eine weitaus genauere Beurteilung des Ergebnisses der Photodynamischen Diagnostik. Anschliessend kann anhand des Befundes die ideale Therapie festgelegt werden. In vielen Fällen ist die Entfernung direkt im Anschluss mittels einer Photodynamischen Therapie möglich. Das Bild bleibt im Computer gespeichert und kann nach erfolgter Therapie zu Erfolgskontrolle wieder aufgerufen werden.


