Photodynamische Therapie

Die Photodynamische Therapie oder auch PDT ist ein Verfahren zur Behandlung von Vorstufen des hellen Hautkrebs, den sogenannten Aktinischen Keratosen, und zur Behandlung von oberflächlich wachsenden Basaliomen. Gerade im Fall ausgedehnter Aktinischer Keratosen stellt sie eine risikoarme, schnelle und sehr effektive Behandlungsoption dar. Wir führen diese Behandlung bereits seit 20 Jahren in unserer Praxis durch und verfügen aus diesem Grund gerade in diesem Berich über einen sehr große Erfahrungsschatz. 

Bei der Photodynamischen Diagnostik wird die Haut mit einer Creme eingerieben, deren Inhaltsstoff (Methyl-5-amino-4-oxopentanoat) in die Anteile der Haut eindringt, die Vorstufen oder bereits manifesten Hautkrebs aufweisen. Die Substanz wird in der Folge von den Tumorzellen zu Protoporphyrin verstoffwechselt. Protoporphyrin hat die Eigenschaft durch sichtbares Licht zu zerfallen und dabei radikalen Sauerstoff freizusetzen, der in den Tumorzellen zur Einleitung des natürlichen Zelltodes (Apoptose) führt. Dies führt zur Zerstörung des Tumors.

Zur Vorbereitung der PDT wird die zu behandelnde Hautstelle erst entfettet, hierauf wird die Haut vorsichtig mittels einer Kürette augerauht und anschliessend der Photosensibilisator aufgetragen. Anschliessend wird die Haut mittels einer dünnen Plasikfolie abgedeckt und mittels einer Aluminiumfolie vor Licht geschützt. Der Verband bleibt für 3 Stunden auf der Haut. Man kann mit dem Verband nach Hause gehen oder andern Aktivitäten nachgehen.

Nach 3 Stunden wird der Verband entfernt. Mithilfe eines Schwarlichtes oder mittels einer speziellen Scharzlichtkamera (Dyaderm) ist es nun möglich zu Kontrollieren, ob die Haut Protoporphyrin bebildet hat. Protoporphyrin hat nämlich die Eigenschaft im Schwarzlicht orange zu leuchten. 

Wurde in der Haut hinreichend viel Protoporphyrin gebildet, erfolgt die eigentlich Photodynamische Therapie. Hierbei wird die Haut mit einer sehr hellen Lichtquelle (Aktilite) ca. 8 Minuten belichtet. Die Aktilite Lampe erzeugt sehr helles rotes Licht nur einer spezifischen Wellenlänge, das tief in die Haut eindringt und hierbei das in der Haut entstandene Protoporphyrin zerfallen lässt. Der dabei entstehende radikale Sauerstoff führt zur Zerstörung der Tumorzellen.

 

 

Entgegen der bisher verwendeten operativen Therapiemethoden entstehen hierbei keine Narben. Bei der Behandlung handelt es sich auch keinesfalls um eine Betrahlung mit ionisierenden Strahlen. Das verwendete Licht ist einfaches Rotlicht, das keinerlei Folgeschäden in der Haut auslöst und lediglich durch den oben beschriebenen photochemischen Prozess seine Wirkung entfaltet.

Nebenwirkungen der Behandlung

Während der Belichtung der Haut mit dem Rotlicht kommt es zu brennenden Scherzen, deren Intensität stark von der Größe und der behandelten Region abhängig ist. Aus diesem Grund wird die Haut während der Behandlung mit einem speziellen Kühsystem (Cryoflow) gekühlt. Falls die Behandlung trotzdem schmerzhaft sein sollte, werden Pausen bei der Belichtung eingelegt. Meist ist so auch die Therapie größerer Hautareale problemlos möglich. 

In der Folge der PDT kommt es zu einer Rötung und Schwellung des Behandlungsareals, die in den folgenden Tagen, ähnlich wie ein starker Sonnenbrand meist verbunden mit einer Schuppenbildung, abheilt. 1 Woche nach Behandlung, ist die Haut meist komplett geheilt.

In Folge der Therapie muss die Sonne für 6 Wochen konsequent gemieden werden.

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